Die Grundfläche gehört zu den wichtigsten und gleichzeitig missverständlichsten Dimensionen in specter. Gerade bei komplexen Geometrien wie einem T-förmigen Bauteil kann es vorkommen, dass die automatisch berechnete Fläche nicht der erwarteten Realität entspricht. In diesem Artikel erklären wir dir, woran das liegt – und wie du damit umgehen kannst.
In diesem Artikel zeigen wir dir:
Wie specter die Grundfläche (footprint area) berechnet
Warum T-förmige oder komplexe Geometrien zu Abweichungen führen
Welche Missverständnisse dabei häufig auftreten
Wie du mit Netto-Flächen oder IFC-QTO-Werten präzisere Ergebnisse erhältst
1. Berechnungslogik
specter berechnet die Grundfläche (Footprint Area), indem die 3D-Geometrie eines Bauteils auf die XY-Ebene projiziert wird. Dabei entsteht ein sogenanntes Bounding Polygon, das alle äußeren Punkte des Objekts einschließt.
Das bedeutet:
Bei einfachen Bauteilen entspricht die Grundfläche der Realität.
Bei komplexen Geometrien, z. B. einem T-förmigen Bauteil, wird die gesamte Form als Rechteck umschlossen. Dadurch kann die berechnete Fläche größer sein als die tatsächlich nutzbare Fläche.
Wichtig: Die Grundfläche ist nie zu klein, sondern entweder korrekt oder zu groß – von oben betrachtet zeigt die Projektion also immer alles oder mehr, aber nie weniger.
2. Typische Missverständnisse
Erwartet wird die exakte Kontur des Bauteils, geliefert wird aber eine vereinfachte Umrissfläche.
Öffnungen oder Einbuchtungen werden im Footprint nicht berücksichtigt.
Die Fläche dient in specter vor allem dem schnellen Vergleich – nicht der exakten Mengenermittlung.
3. Worauf zu achten ist
Bei komplexen Geometrien empfiehlt sich der Abgleich mit der Netto-Fläche.
Bei Unsicherheiten sollte die Fläche im CAD-Programm (z. B. Revit, Archicad) mit der Anzeige in specter verglichen werden.
Für präzise Mengenermittlung können zusätzlich IFC-QTO-Werte herangezogen werden (sofern vorhanden).
6. Zusammenfassung
Die Grundfläche in specter ist eine projektiert berechnete Umrissfläche und kann daher von der Realität abweichen. Sie liefert eine pragmatische Annäherung, ersetzt aber keine exakten Mengenangaben. Für präzise Berechnungen sollten ergänzende Werte berücksichtigt werden.
